A–

A

A+

Presseinformationen

06.03.2013

Die Pollensaison hat schon begonnen

Nach dem Winter kommt der Pollenflug in diesen Tagen wieder in Schwung. Allergiker merken dies meist mit tränenden Augen.

In den letzten Tagen hat sich der Frühling zum ersten Mal in diesem Jahr gezeigt, doch die Pollensaison ist schon längst in vollem Gange. Bereits seit Mitte Januar werden in Lenglern alle umher fliegenden Pollen gezählt. Die gestiegenen Temperaturen sind die Ursache dafür, wieso derzeit besonders empfindliche Allergiker vor allem von Hasel-, Erlen- und Birkenpollen geplagt werden.

„Während die Haselpollen bereits ab fünf Grad stäuben, liegt die Temperatur bei der Erle bei zirka acht Grad Celsius“, verrät Britta Plessow, Mitarbeiterin der Abteilung Pneumologie am Lenglerner Krankenhaus. Hier steht eine von bundesweit 45 so genannten Pollenfallen. Plessow ist zusammen mit Edgar Mönkeberg für das Auszählen der Pollen verantwortlich. „Am Montag haben wir sogar schon die ersten Birkenpollen in diesem Jahr gemessen“, sagt Plessow. Bei Allergikern macht sich dies meist durch tränende Augen bemerkbar.

Mit Hilfe einer Vakuumpumpe saugt die Pollenfalle durch eine Einsaugöffnung 10 Liter Luft pro Minute an. Unmittelbar hinter dem Ansaugschlitz befindet sich eine Trommel, die über ein Uhrwerk angetrieben wird. Auf diese Trommel ist ein mit Vaseline beschichteter Plastikstreifen gespannt. Die in der angesaugten Luft enthaltenen Pollen werden direkt auf diesen  Plastikstreifen geschossen und dort fixiert.

Die Trommel dreht sich kontinuierlich mit einer Geschwindigkeit von 2 mm pro Stunde und in 24 Stunden einmal um ihre eigene Achse. Später können die Pollen unter dem Mikroskop  analysiert werden. Dreimal pro Woche (Montag, Mittwoch und Freitag) wird die Pollenfalle, die auf einem Dach des Krankenhauses mit freiem Blick in die Natur steht, von den Mitarbeitern geleert.

Hasel-, Erle- und Birkenpollen

Am Montag, 04. März 2013, wurden in Lenglern auf einem Präparat 82 Hasel-, 6 Erlen- und 4 Birkenpollen gezählt. Einen Tag später, am Dienstag, waren es 34 Hasel-, 26 Erlen- und 64 Birkenpollen. „Die Birkenpollen kann man gut an den Auswölbungen erkennen“, verrät Britta Plessow. Ihr Kollege Edgar Mönkeberg nennt sie „Schlangenköpfe“. Die Pollen auseinander zu halten, sei nicht einfach, so die Krankenhausmitarbeiterin. In speziellen Lehrgängen werden die Pollenzähler dahin gehend geschult.

Die Mitarbeiter des Krankenhauses übermitteln die gezählten Pollen an den Deutschen Wetterdienst, der die Daten der Bevölkerung aufbereitet im Rahmen der Pollenflugvorhersage zur Verfügung stellt.

weitere Informationen »
weitere Informationen »
weitere Informationen »
weitere Informationen »
weitere Informationen »
weitere Informationen »