A–

A

A+

Presseinformationen

12.08.2014

Neuer Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie

Dr. Ralf Müller-Issberner löst Dr. Joachim Dörges ab, der 36 Jahre lang im Weender Krankenhaus tätig war.

Die Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende hat einen neuen Chefarzt. Dr. Ralf Müller-Issberner hat die Leitung einer der größten Abteilungen des Krankenhauses von seinem Vorgänger, Dr. Joachim Dörges, übernommen, der nach 36 Jahren in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Dr. Ralf Müller-Issberner wurde 1968 in Berlin geboren und kam 1987 zum Medizinstudium nach Göttingen. Schon direkt nach dem Studium entstand 1995 der erste Kontakt zum Weender Krankenhaus, wo er als Arzt im Praktikum tätig war. Seinen Facharzt für Chirurgie machte Müller-Issberner am Vereinskrankenhaus in Hann. Münden, woraufhin er 2001 wieder zurück nach Weende kam und als Funktionsoberarzt der damaligen Abteilung Unfall-, Extremitäten- und Wiederherstellungschirurgie arbeitete. Später kamen die Schwerpunkte Unfallchirurgie sowie der Facharzt für spezielle Unfallchirurgie hinzu.

Schwerpunkt Wirbelsäulenchirurgie

Von 2003 bis 2006 rotierte Dr. Ralf Müller-Issberner an der Universitätsmedizin Göttingen bei Professor Stürmer und wirkte dort zuletzt als Oberarzt. Hier bildete sich auch der Schwerpunkt des neuen Chefarztes heraus, die Wirbelsäulenchirurgie. Auch das gesamte unfallchirurgische Spektrum inklusive der Versorgung schwerst verletzter Patienten erlernte Dr. Müller-Issberner hier. 2006 wechselte er wieder zurück an das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende und übernahm 2009 die Position des Leitenden Oberarztes der Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie.

„Aufgrund der steigenden Nachfrage unserer Patienten ergab sich früh die Aufgabe, die Volkskrankheit Nr. 1, das Rückenleiden, stärker in den Fokus zu stellen“, sagt Dr. Ralf Müller-Issberner. Dafür hospitierte er jeweils mehrere Monate am renommierten Spine Center der University of California in San Francisco, an der Ludwig-Maximilian-Universität München sowie an Kliniken in Kiel, Bochum und Hamburg, um die dortigen Organisationsstrukturen kennenzulernen, aber auch, um OP-Techniken zu vertiefen und neue Ansätze in der Wirbelsäulenchirurgie mit nach Göttingen-Weende zu bringen.

2012 wurde unter der Leitung von Dr. Ralf Müller-Issberner das Wirbelsäulenzentrum Göttingen am Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende gegründet – in Kooperation mit dem Wirbelsäulenzentrum der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg. Dr. Müller-Issberner freut sich auf seine neue Aufgabe als Chefarzt: „Schon früh habe ich das sehr kollegiale und freundschaftliche Miteinander sowie das sehr Patienten zugewandte Arbeiten kennen und schätzen gelernt.“ Eines seiner Ziele für die Zukunft ist die weitere Vertiefung der Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen aus dem Fachgebiet Orthopädie mit dem Ziel, nicht nur der Optimierung der medizinischen Versorgung voranzutreiben, sondern auch der Möglichkeit, Assistenzärzten eine volle Weiterbildungsmöglichkeit im Bereich des Evangelischen Krankenhauses anzubieten. Weiterhin wird derzeit eine septische Stationseinheit etabliert, auf der Patienten mit Wundheilungsstörungen behandelt werden.

Dr. Joachim Dörges hat das Weender Krankenhaus fast 40 Jahre mitgestaltet

Dr. Joachim Dörges, langjähriger Chefarzt der Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie und Ärztlicher Direktor des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende, hat zum 30. Juni 2014 seinen Dienst beendet.

1950 im westfälischen Herford geboren, arbeitete Dörges nach dem Medizinstudium in Göttingen und Tübingen zunächst im Hann. Mündener Vereinskrankenhaus und im Nephrologischen Zentrum, hier als Assistenzarzt in der Urologie, bevor er seine chirurgische Ausbildung im Mai 1978 im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende begann. 1985 wurde Dr. Dörges Oberarzt der Abteilung Chirurgie. Zwanzig Jahre lang, seit 1994, leitete er als Chefarzt die Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie. Dabei war es im wichtig, im Gebiet Unfallchirurgie ein breites Fachwissen zu vermitteln, wobei er selbst zahlreiche Zusatzbezeichnungen erwarb, u. a. Handchirurgie und Sportmedizin. Zahlreiche Fachärzte wurden ausgebildet, zwei seiner Oberärzte wurden anderenorts zu Chefärzten berufen. Dr. Joachim Dörges war weit über die Grenzen von Göttingen hinaus als überaus kompetenter Arzt bekannt. Er hat in seinen fast vierzig Jahren Zugehörigkeit zur „Weender Familie“ das Krankenhaus und ganz speziell die Abteilung Unfallchirurgie entwickelt und mitgestaltet.

Dr. Joachim Dörges, langjähriger Mentor von Dr. Ralf Müller-Issberner, wünscht seinem Nachfolger für die Zukunft alles Gute: „Er ist Garant für den Erhalt von Bewährtem und der Entwicklung von Neuem. Es wird weiterhin die Aufgabe von Pflege und Arztdienst sein, den Patienten nicht als Zahl oder Kunde, die Diagnose oder Erkrankung nicht als CMI-Punktwert zu definieren, sondern als kranken Mitmenschen, der auf Gesundung hofft, und dem wir eine uneingeschränkte menschliche Zuwendung schuldig sind.“

Die Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie

Die Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende besteht seit 1980 und hat drei Stationen mit 72 Betten. Behandelt werden Verletzungen und Erkrankungen des gesamten Bewegungsapparates. Das Spektrum der Abteilung umfasst eine Vielzahl operativer und konservativer Behandlungsmethoden. Jedes Jahr werden über 4000 operative Eingriffe aus nahezu allen Bereichen der Orthopädie und Unfallchirurgie durchgeführt. Die Betreuung der Patienten erfolgt stets mit persönlicher Zuwendung und Engagement. Neben einem optimalen Therapieergebnis ist eine schmerzarme Behandlung ein Hauptziel der Bemühungen.

2012 wurde die Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie als Lokales Traumazentrum im Traumanetzwerk Göttingen-Kassel zertifiziert. Im gleichen Jahr wurde das Wirbelsäulenzentrum Göttingen gegründet. Das Behandlungsspektrum ist vielfältig und reicht von Bandscheibenvorfällen über Verengungen des Spinalkanals bis hin zu Versteifungen und Korrekturen von Fehlstellungen der Wirbelsäule. In der Abteilung arbeiten 24 Ärztinnen und Ärzte sowie eine Vielzahl an examiniertem Pflegepersonal, eine Wundmanagerin und die Menschen im Hintergrund wie zum Beispiel im Sekretariat.

weitere Informationen »
weitere Informationen »
weitere Informationen »
weitere Informationen »
weitere Informationen »
weitere Informationen »